Die vergangenen Wahlgänge – die Nationalratswahl, die Landtagswahl und die Gemeinderatswahlen – haben Spuren hinterlassen. Auch wir als Volkspartei mussten Verluste hinnehmen, die schmerzen. Doch eines ist klar: Eine Wahlniederlage ist kein Ende – sie ist ein Wendepunkt.
Und vor allem: eine Chance. Besonders in Städten wie Dornbirn und Bregenz haben wir Vertrauen verloren – Vertrauen, das wir nur durch ehrliche Arbeit und neue Nähe zu den Menschen zurückgewinnen können.
Gerade in herausfordernden Zeiten braucht es eine stringente und ehrliche Kommunikation. Verlorenes Vertrauen lässt sich nicht mit Schlagzeilen zurückholen – es braucht Begegnung, Dialog und ein konsequentes Interesse an den Anliegen der Menschen vor Ort. Jetzt ist die Zeit, um politische Inhalte neu zu denken. Was bewegt die Menschen wirklich? Welche Themen geben Orientierung, wie schaut die Lebensrealität tatsächlich aus?
Politische Niederlagen zeigen meist auch strukturelle Fragen auf. Sie geben uns die Möglichkeit, intern neue Wege zu gehen, Prozesse zu hinterfragen und den Zusammenhalt zu stärken. Wir brauchen eine Partei, die gemeinsam denkt, gemeinsam arbeitet – und gemeinsam wieder aufsteht. Dabei geht es auch um Resilienz, um Stehvermögen und um Zuversicht, und insbesondere einen Zugang, der eine Debattenkultur fördert.
Politik ist kein geradliniger Weg. Es gibt Rückschläge – aber es gibt auch immer das Comeback. Persönlichkeiten wie Angela Merkel oder Friedrich Mezr haben gezeigt, dass man gestärkt aus Krisen hervorgehen und auch erfolgreich sein kann. Entscheidend ist die Haltung: Mut, Optimismus und der Wille, weiterzumachen. Wir alle tragen Verantwortung dafür, wie es weitergeht, nicht nur politisch, sonderng gesamtgesellschaftlich. Weiterbildung, Austausch, neue Impulse – all das gibt Kraft. Es gilt, sich zu hinterfragen, neue Wege zu gehen. Nicht aus Schwäche, sondern aus der Stärke heraus, Veränderung gestalten zu wollen. Denn eine Wahlniederlage ist nie angenehm. Aber sie ist auch kein Schlusspunkt – sie ist der Weckruf zur Erneuerung. Wir haben alles in der Hand: die Köpfe, das Know-how, das Netzwerk. Was wir jetzt brauchen, ist Entschlossenheit. Und die Bereitschaft, neu hinzuhören, neu zu denken und neu zu handeln.